Sonntag, 29. April 2012

Tamiya Cup in Grafenwörth - 29.04.2012

An solche Rennwochenenden (bzw. Sonntage) könnte ich mich gewöhnen. Strahlend blauer Himmel, Sonne und 31,5 Grad im Schatten. Wenn da nicht mein Tamiya TT01 gewesen wäre. Ich will aber mal nicht zu streng sein, er hat alles in allem wieder einen guten Dienst verrichtet, es lag mit ziemlicher Sicherheit an meinem Gasfinger. Mein Hauptproblem war, das ich hinten so gut wie überhaupt keinen Grip hatte, vor allem wenn das Auto nicht unter Last war. Aber da sieht man's wieder, wenn rundum was geboten wird, dann sieht man auch darüber hinweg:

Ich wollte mir schon seit längerem die Strecke des RCC Grafenwörth ansehen, und das habe ich gleich mit dem Tamiya Cup verbunden. Zuerst zur Strecke: diese ist schwer einzuschätzen was den Grip betrifft (weil ich einfach keinen hatte), in jedem Fall zeigt sie sich eng und kurvig. Das Gelände des RCC Grafenwörth gefällt mit auf Anhieb, guter Überblick über die Strecke vom Fahrerstand und jede Menge Platz. Ich freue mich auf ein Wiedersehen gemeinsam mit Daniel für das Warm-Up für die HPI Challenge.

Der Tamiya Cup, von uns angedacht als Alternative zur Challenge, ist eine tolle Rennserie. Was ich von der Challenge her so nicht kannte, waren wirklich viele Starter (lt. Nennliste 50) und ein extrem familiäres Klima. Viele Väter sind mit ihren Kindern dort und verbringen einen gemeinsamen Tag auf der Rennstrecke. Eines fällt gleich auf, die Stock Klasse (Beginner) ist mir Nachwuchstalenten bestückt - es kommt zu einem A- UND B-Finale, wirklich beeindruckend. Auch sonst sind die Klassen gut besucht, insbesonders die Formel Klasse, auch hier werden A+B Finale gefahren. Für mich als F1 Fan eine Augenweide, Karrosserien von alt bis neu, diese Klasse macht echt Laune (und mich zum Fan). Einen Nachteil gab es allerdings auch: durch die vielen Teilnehmer und Klassen war die Wartezeit zwischen den Läufen am NM relativ lange.

Tolle Veranstaltung, tolle Strecke, freue mich auf unser Wochenend Training in Grafenwörth (und ich wünsch mir nebenbei schönes Wetter).

Ein paar Impressionen:






Sonntag, 8. April 2012

Einbau ECS Wellen in den Cyclone TCX

Ein guter Tipp: Kleinteileschale
Nach dem Motto man gönnt sich ja sonst nichts, habe ich mir für meinen TCX die ECS Wellen bestellt. Ich sehe den Vorteil in engen Kurven, da ich davon ausgehe, dass durch die annähernd fixe Verbindung mit der Knochen das Rattern weg ist und der TCX dadurch viel ruhiger liegt:
Vergleich Standard-ECS Welle





 Da in bei der Arbeit mit dem RC Car immer wieder extrem kleine Teile vorkommen, lohnt sich übrigens die Anschaffung einer Kleinteileschale - erspart jede Menge lästige Sucharbeit.




 Beim Einbau der ECS Welle habe ich den Tipp bekommen, das Gelenk gleich mit einem passenden Schrumpfschlauch zu fixieren um einem Ausseinanderrutschen vorzubeugen. Das habe ich natürlich auch gemacht, eine schnelle Runde ist eine Sache, aber unsere Autos müssen in den Finalläufen bis zu 8 Minuten fahrbar sein und diese natürlich auch durchhalten.





 Leider notwendig ist das Abschleifen der C-Hubs. Mann muss innen und schräg vorn ein paar Milimeter weg nehmen, damit der Lenkheb bei vollem Einschlag nicht streift. Das kleinere Kugellager, dass bei den ECS Wellen in der Packung dabei ist wird nicht verbaut, es bleiben die Originalen in Verwendung. Auf der Aussenseite des Lenkhebels habe ich zusätzlich eine zweite Beilagscheibe unterlegt, damit die Welle fixiert ist und nicht nach innen rutscht (und erst recht wieder streift).




Der erste Test verlief äußerst positiv, bei Vollgas und vollem Lenkeinschlag ganz und gar kein rattern. Zu guter letzt, in voller Arbeitsplatz, damit man sieht das auch was gearbeitet wurde:

Samstag, 7. April 2012

Akkuproblem gelöst - Sachen gibts!

Ich bin nunmehr auf die Ursache meines Akku Problems gekommen. Was mich am Modellbau so fasziniert, ist das es einerseits immer wieder Überraschungen mit Material und Technik gibt und anderseit oft zwei Dinge komplett unerwartet zusammengekommen:

ich dachte deswegen mein Akku sei kaputt, weil er bei 7,02V stehen blieb und nicht mehr weitergeladen hat. Dank Pauls (Funcup) Hilfe habe ich relativ schnell Ursachen Forschung betreiben können. Dabei ist mir die Sache immer spanischer vorgekommen (ergänzend habe ich diese Sprache nie gelernt), weil der Balancer müsste ja aus dem Akku her zumindest Zellen-Einzelspannung auslesen können. Wie kann es also sein das dort "Battery interupped" ausgelesen wird?

Um der Sache auf den Grund zu gehen, hab ich mal die Anschlüsse meines Ladegerätes (LRP PRO Charger 2) einer Sichtungs- und Ziehprüfung (einfach gesagt an jedem Kabel angezogen) und siehe da, das Kabel der Balancer Anschluss des Minuspols hat sich ganz freiwillig und ohne jeglichem Widerstand aus dem Schrumpfschlauch ziehen lassen. Dem Schrumpfschlauch abgenommen, habe ich sofort gesehen, dass das Balancerkabel am Goldstecker abgerissen war.

Somit hat beim Laden auch immer nur die eine Zelle angesprochen und irgendwann wurde der Ladevorgang abgebrochen. Somit ist klar, der Akku funktioniert (die einzelnen Zellen sind nur "windschief" ge-und auch etwas überladen - 8,345V).

Ich bin etwas beruhigt, denn ich habe mir nicht nur eingebildet, dass ich die Akkus geladen hab, ich habs wirklich gemacht :-)

Deswegen liebe ich Modellbau!!!!

Mittwoch, 4. April 2012

Beginn der Outdoor Saison - und Einbildung ist auch eine Bildung

Gestern haben wir mit der Outdoor Saison in Wiener Neudorf begonnen. Da die Strecke erst am Wochenende fertig geworden ist, war der Grip noch sehr dürftig. Martin Schuster (Ö-Staatsmeister Expert) hat noch dazu einen sehr winkeligen Kurs gelegt, der einiges von Fahrer und Material abverlangt hat. Eines hat sich gezeigt: mein Setup für den TCX war von Beginn an sehr gut, viel Grip. Woran ich derzeit noch arbeiten muss, ist am Lenkeinschlag - vor allem in den schnellen Kurven habe ich eine sehr weite Linie fahren müssen. Abhilfe habe ich vorerst mal damit geschafft, das vordere Rollcenter etwas zu senken. Beim Radträger vorne habe ich anstatt der 1,5mm nur mehr 1mm Scheiben unterlegt. Diese Maßnahme hat schon ganz gut geholfen, aber ich bin ja noch am Beginn der Setup-Arbeiten für die Outdoor Saison. Beim nächsten Training werde ich als nächsten Schritt etwas weicheres Dämpferöl einfüllen.

Der Xray von Daniel, bestückt mit einem neuen Servo, ist ebenfalls von Anfang sehr gut gegangen. Da der Xray für uns vom Setup her ganz neu ist, haben wir noch einiges zu probieren. An der Hinterachse ist relativ wenig Grip, das könnte daran liegen das wir noch mit sehr geringem Ausfederweg aus der Halle fahren. Diesen werden wir als ersten Schritt angleichen und dann das Dämpferöl beginnen zu tauschen.

Was mich sehr überrascht hat war, als ich mit dem Xray ein paar Proberunden gedreht habe, die Bremsleistung des Xray ist eklatant besser als die meines TCX. Daran gilt es zu arbeiten, da sind in jedem Fall noch ein paar Zehntel für mich drinnen.

Ich hab mich wieder mal ausgezeichnet, denn was wäre ein Renn- bzw. Testtag ohne ein eigenverschuldetes Missgeschick. Zu tiefst überzeugt, meine Akkus sind voll geladen, mit geschwellter Brust am Fahrerstand, stolz auf das Setup ... und dann die Erkenntis: der Akku war wohl doch nicht geladen, oder warum sollte er nur mehr 6,6V drinnen haben. Gut, der Kluge hätte wahrscheinlich VOR der zweiten Fahrt nachgeschaut ob der zweite Akku geladen ist... dazu hab ich nicht gehört und bin auch mit dem zweiten Akku losgefahren. Was soll ich sagen, Endmessung 6,8V. Beim Laden sind beide bis max. 7,20V nach oben gegangen ... somit vermute ich das ich mal bei meinem Onlineshop vorbei schauen sollte und sehen welche Akkus so angeboten werden.

Sonntag, 11. März 2012

Tamiya TT-01 Outdoor Saisonvorbereitung - Lichtspiele

Sonntag Vormittag ist Putztag, zumindest bei uns daheim. Das führt regelmäßig dazu, daß ich in den Keller gehe um meiner geliebten Frau nicht im Weg zu sein. Dieses mal habe ich die 2 Stunden dazu genutzt den TT-01 auf die Outdoor Saison vorzubereiten, damit ich endlich mal am Tamiyacup teilnehmen kann.

Nachdem ich meinen Tamiya ja im Jänner schon einmal für einen Cup vorbereitet habe (geputzt, Elektrik verbaut) war die Vorbereitung auf die Outdoor Saison nicht aufregend: Dämpfer neu gebaut (vorne 450/gelbe Dämpfer - hinten 400/rote Dämpfer; und 2mm Zwischenplatte eingefügt) und fertig ist das Auto. Ich fahre den Tamiya TT-01 sehr gerne, meiner Meinung nach das perfekte Anfänger Auto - gutmütig und einfach einzustellen.

Dann habe ich mich noch daran gemacht (damit wir auf der Modellbaumesse beim 2,4h Rennen nicht wieder laufend als Team mit ohne Licht von Paul erwähnt werden) die Lichtkarosserie fertig zu machen:



Sonntag, 4. März 2012

Die offizielle Challenge-Tabelle ist online

Die offizielle Challenge Tabelle ist online - KLICK.

Sehr erfreulich für uns, beide Fahrer von HRT sind unter den Top 10!

Noch eine Kurzzusammenfassung der Challenge beim MAC Traiskirchen:

Samstag, 3. März 2012

Gutmütigers Fahrverhalten + Stabilisatoren - Änderung im Setup des TXC

Ich habe mir nach der HPI Challenge in Traiskirchen viel Gedanken zum Setup meines Cyclone gemacht. Zum einen wollte ich dem starken übersteuern am Kurveneingang, besonders nach der Geraden (beim MAC), Herr werden, zum anderen war es mir wichtig die Stabilisatoren zum Funktionieren zu bringen. Das Verwenden von Stabilisatoren verbessert zum einen den Kurvenradius (mehr) und zum anderen ermöglicht er höhere Kurvengeschwindigkeiten.

Ich habe die Öle an den Dämpfern etwas abgeändert, versuche im nächsten Training vorne 550 Muchmore und hinten 500 MM. Durch das Zusammenrücken der Viskosität hoffe ich auf etwas gutmütigers Einlenkverhalten am Kurveneingang. Mein latentes Problem mit den Stabilisatoren konnte ich, dank einer Eingebung in der Nacht (ja vorsicht, der RC Virus verfolgt einem auch nach 0 Uhr), lösen: das Problem beim hinteren Stabi war, dass die Unterlegscheibe zu dick war und dadurch der dünne Stab nicht arbeiten konnte - Unterlegscheibe im Durchmesser verkleiner und funktioniert.

Weiters habe ich den Sturz noch etwas zurückgenommen, somit vorne 1 (statt 1,5) und hinten 2 Grad. Wenn dieses Setup beim nächsten Training funktioniert, werde ich es als Basis für die nächste Hallensaison nehmen.

Montag, 27. Februar 2012

Rennbericht 4. Lauf HPI Challenge MAC Traiskirchen Stock

In der Stock-Klasse hat sich der Kampf um die Vorherrschaft auch in Traiskirchen fortgesetzt. Es war nach Wr. Neudorf das zweite Aufeinandertreffen von Dominic und Matthias. Dominic hatte in 3. Vorläufen die Poleposition klar gemacht, dicht gefolgt von Matthias.

Im ersten Rennen ist es aber dann nicht nach Wunsch für den Fahrer ganz vorne auf der Startaufstellung gegangen. Zwar in klar in Führung gegangen eine leicht Unachtsamtkeit und der bereits aus dem Vorlauf lädierte Asso war nicht mehr zu richten. Matthias konnte diesen Lauf sicher nach Hause fahren. Das Video vom 1. A-Final-Lauf:

 

Durch den Crash im ersten Finallauf konnte Dominic die nächsten beiden Läufe nicht mehr bestreiten. So war, zumindest in der Theorie, der Weg für Matthias frei zu seinem zweiten Sieg in diesem Jahr. Im 2. Lauf hat Martin Schlüsselberger einen Fehler von Matthias eiskalt ausgenutzt und ist an ihm vorbeigezogen. Etwas überraschend, aber mit einer fahrerisch ausgezeichneten und fehlerfreien Leistung hat er die erste Position bis zum Lauffende nicht mehr abgegeben, auch wenn der Druck vom hinten heranstürmenden Matthias enorm war. Das Video vom 2. Finallauf:



Durch die Pattsituation zwischen Matthias und Schlüssi mußte das 3. Finale entscheiden. In diesem Lauf hat Matthias wieder zu gewohnten Stärke zurückgefunden und den Lauf relativ eindeutig für sich entscheiden können. Schlüssi konnte das hohe Tempo nur Anfangs mitgehen, ist aber eine ausgezeichnete Challenge gefahren. Das Video vom 3. Finale:



Somit hieß der Sieger Matthias Urban vor Martin Schlüsselberger.

Sonntag, 26. Februar 2012

Rennbericht 4. Lauf HPI Challenge MAC Traiskirchen

Heute war endlich wieder Renntag, diesmal machte die Challenge beim MAC Traiskirchen Station. Nach unseren, für uns, zufriedenstellenden Leistungen beim letzten Rennen in Wiener Neudorf waren wir guter Dinge. Leider hat sich bei den Installation Laps vor dem ersten Vorlauf herausgestellt, dass Daniels Auto nicht rennfertig - bzw. tauglich ist. An beiden vorderen Lenkgelenken sind die Mitnehmer herausgegangen und haben beim Fahren einen ziemlichen Lärm gemacht. Daniel konnte somit nur einen Vorlauf in Angriff nehmen, wobei auch in diesem das Auto sehr schlecht gelegen ist. Grund dafür, so sind wir erst nach viel (eigentlich unnötiger) Setup-Arbeit draufgekommen, war ein kaputtes Servo.

Meine Vorläufe sind gut von der Hand gegangen, wobei mir sicher die zahlreichen Trainings in Traiskirchen zu Gute gekommen sind. In den ersten beiden Vorläufen konnte ich Andi Felber noch unter Druck setzen und wir haben uns wirklich tolle Rad an Rad Duelle geliefert. Im ersten Lauf sind wir beide mit einem Abstand von unter 2 Sekunden über die Ziellinie gegangen. Im zweiten Lauf konnte ich Andi in einen Fehler zwingen und den Lauf relativ deutlich für mich entscheiden. Mit Fortdauer der Challenge wurde Andreas immer besser und ich konnte im 3+4 Lauf seinen Speed nicht mehr halten. Die ersten beiden Plätze waren von Friedrich Pfeiffer und Rainer Konrath fix gebucht.

Die ersten beiden Finalläufe habe ich, trotz einiger von mir verursachten Fahrfehler, gut über die Bühne gebracht. Interessant war, dass ich mit Andreas über 2-3 Minuten ganz gut mithalten konnte, dann hat er immer sukzessive einen Vorsprung herausgefahren. An diesem Tag war er für mich nicht zu schlagen. Im 3. Finallauf war bei mir wieder die Luft draußen, da ich mit den beiden 4. Plätzen meinen Rang im Endklassement mehr oder weniger gesichert hatte.

Positiv aufgefallen ist:
+ tolle Organisation und Betreuung des Teams vom MAC Traiskirchen
+ smartes Programm ohne viel Leerzeiten (durch wenige Gruppen)
+ obwohl Traiskirchen als Materialzerstörende Strecke bekannt ist gab es wenig Crashes und kaputte Autos
+ sehr faire Fahrer
- Rennen hätte sich mehr Starter verdient (wenngleich schon viel mehr als bei der Challenge im November anwesend waren)
- kaputtes Servo bei Daniels Xray

Ergebnisse:
Martin      Vorläufe 4  3  4  4    Finale 4 4 5
Daniel      Vorläufe -  7   -   -     Finale - 7 -

Die nächste Challenge findet erst in ein zwei Monaten, dann schon im Freien, statt. Das heißt für uns noch einiges an Training und Feinarbeit am Setup fürs nächste Hallenjahr - den das kommt bestimmt!

3 Gramm über dem Minimalgewicht

3. A-Finale 17,5T
 

Freitag, 24. Februar 2012

Warm up für die HPI Challenge am 26.02. beim MAC Traiskirchen

Heute bin ich am Nachmittag mit großen Erwartungen in die Halle zum MAC Traiskirchen gefahren, da ich schon neugirig war, ob meine Setup Änderungen sich in meiner Rundenzeit niederschlagen. Das Ergebnis war ernüchternd, Übersetzung wieder zurück gebaut, Stabis wieder ausgebaut und den Sturz wieder auf das alte Setup geändert.

Dafür liegt mein Auto für Sonntag jetzt wieder sehr gutmütig und ich sollte damit eigentlich ganz gut zu recht kommen. Der morgige Trainingstag fällt aus, wir starten gleich im Rennen durch.

Meine heutige Bestzeit war 11,773.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Tabellenupdate

Heute wurde die Tabelle der HPI Challenge aktualisiert: Tabelle Gruppe Nord

Das erste mal angeschrieben, auch nicht ganz unwichtig. Das Rennen an diesem Wochenende hat in der Klasse 17,5T bereits 10 Nennungen, erfreulich wenn man daran denkt das das letzte mal ein Starter anwesend war.

CU on track

Samstag, 18. Februar 2012

Vorbereitungen 4. Lauf HPI Challenge in Traiskirchen

Ende Februar geht der 4. Lauf der HPI Challenge beim MAC Traiskirchen über die Bühne. Bis heute sind nur in der Formel 1 Klasse (die im Sommer dieses Jahres durch HPI aufgelöst wird) viele Nennungen zu verzeichnen. In unserer 17,5T Klasse sind derzeit 4 Fahrer eingetragen (Link zur Nennliste) - Grund dafür könnte sein, dass er Kurs in Traiskirchen sehr Materialbelastend ist.

Ich habe für Traiskirchen ein paar Setup-Änderungen bei meinen TCX vorgenommen, welche ich im freien Training testen möchte:

1. Anpassung der Übersetzung auf 5,0 (bessere Beschleunigung)
2. durch die kürzere Übersetzung habe ich den Lüfter eingebaut, damit der Motor gut gekühlt wird.
3. hinten habe ich wieder die alten Dämpfer mit dem 650er Muchmore Öl verbaut (im Gegensatz zur Challenge in Neudorf, wo ich vorne und hinten Asso 45er befüllt habe)
4. Sturz möchte ich hinten auf 3, vorne auf 2 Grad probieren
5. Spur vorne auf 1-1,5
6. Ausfederweg (Droop) hinten 5, vorne 6



Ich freue mich schon auf die Challenge in Traiskirchen, weil wir dort viel Zeit mit Training verbracht haben und die Bahn ganz gut kennen.

Sonntag, 12. Februar 2012

Rennbericht 3. Lauf HPI Challenge Wr. Neudorf

Wir sind um viertel neun in die Halle gekommen und ich habe noch ein paar Installation Laps vor Beginn des ersten Vorlaufes gedreht. Ich habe mir das angewöhnt um sicher zu gehen das das Auto einwandfrei funktioniert. Ich habe gleich auf den ersten Metern festgestellt, daß heute viel mehr Grip war als noch gestern Nachmittag. Der erste Vorlauf begann mit einer Überraschung, den die Kommissare haben zum Akku Test gebeten, dann gings los:

Ich bin von Anfang an ganz gut mit der Strecke zurecht gekommen, wenngleich ich am Ende der ersten Runde gleich mal aufs Dach gelegt habe. Das hat dazu geführt, dass ich plötzlich so nervös wie noch nie bei einem Vorlauf war. Ich habe den Lauf an 5. Stelle beendet, was heute meine Stammplatzierung werden sollte, zumindest bis zum zweiten Finale. Daniel ist mit dem Xray auch sehr gut zurecht gekommen, war jedoch immer wieder in kleinere Rangeleien auf der Strecke verwickelt, sodaß er den ersten Vorlauf als 8. beendet hat.

Der zweite Vorlauf war aus meiner Sicht der spannendste. Ich bin 4 von 5 Laufminuten immer innerhalb von 2 Sekunden mit dem 4. Andreas Felber gefahren. Wir haben uns ein sehr faires und enges Duell geliefert. Ich konnte ihn Runden lang unter Druck setzen, aber er machte fast keinen Fehler. Eine kleine Unachtsamkeit konnte ich ausnutzen und im Infield an ihm vorbei ziehen. Ein paar Kurven später war ich dann zu weit ihnen auf den Kurbs und Andi ist wieder an mir vorbeigefahren. Wir haben den Lauf letzlich mit 1,5 Sekunden Abstand beendet und ich habe wieder den 5. Platz belegt. Daniels zweiter Lauf ging ebenfalls sehr gut von der Hand. Er hat sehr stark begonnen und hat den Vordermann in einen Fehler gezwungen und ist so auf den 7. Platz vorgefahren. Dort hat er sich mit dem 8. sehr lange gematcht, am Ende hatte er um 5 Sekunden die Nase vorn.

Die Story um meine nächsten beiden Vorläufe ist schnell erzählt: relativ unspektulär, aber fehlerfrei den 5. Platz gesichert. Daniels Läufe waren da schon etwas ereignisreicher. Im 3. Vorlauf ist er wieder sehr stark gefahren, aus seiner Sicht sein bester Vorlauf. Er hat am Start 2 Plätze gut gemacht und war direkt hinter mir an 6. Stelle. Durch einen Fehler hat er den 7. passieren lassen müssen, ist dann aber wieder in den Rhytmus gekommen und hat den Lauf auch an 7. Stelle beendet. Leider ist bei seinem Fehler am Anfang des Rennens das Transponderkabel aus dem Empfänger gegangen, sodaß ab der 10. Runde keine Zeit mehr gezählt wurde. Schade um diesen Lauf, den mit dem 7. Platz auf dem Wertungsblatt hätte er sich um einen Platz in der Startaufstellung nach vorn geschoben. Macht nichts, es ist ja erst sein 3. Rennen und der 9. Startplatz im A-Finale ist auch eine Top Leistung.

Nach dem Mittagsimbiss in der Cafeteria der Sporthalle waren wir, wie eigentlich immer, ziemlich geschlaucht. Ein Red Bull und Traubenzucker haben die Geister wieder zum Leben erweckt und wir haben dem ersten Finallauf entgegengefiebert.

Den Start haben wir im ersten Lauf beide sehr gut erwischt, ich konnte meinen 5. Platz verteidigen und Daniel hat einen Platz gut gemacht. Es war ein sehr fairer Lauf ohne große Zwischenfälle auf der Strecke. Sehr angenehm war, das auf der Strecke durchgesagt wurde, wenn der führende angeflogen gekommen ist, so konnte man diesen passieren lassen ohne in das Rennen um den Sieg einzugreifen. Ich habe in den ersten etwas an Boden auf den 4. Andi Felber verloren, konnte mich aber zu Ende des Laufes immer näher an ihn ran kämpfen. Letzlich blieb er 2 Sekunden vor mir. Daniel hat seinen 8. Platz verteidigt und hat sich somit in seinem ersten A-Finale sehr stark präsentiert.

Im zweiten Finallauf gab es in der ersten Kurve einen kleinen Crash vor mir, von dem ich provitieren konnte. Ich bin am 4. vorbei gezogen und konnte habe davon profitiert, dass er bei meiner Verfolgung einen Fehler gemacht hat und dabei fast eine halbe Runde verloren hat. Ich habe in diesem Lauf sehr wenig Verkehr auf der Strecke gehabt, sodaß ich einen fantastischen Lauf fahren, und als 4. beenden konnte. Daniel hatte einen sehr durchwachsenen Lauf und hat um den 8. Platz gefightet. Leider hat er in der letzten Runde beim Überrunden die Bande touchiert und seine Aufhängung ramponiert. Der Teamchef und ich haben es aber geschafft den Schaden in kurzer Zeit zu beheben und dem 3. Finale stand nichts im Wege.

Daniel hat im 3. Finale, genau wie ich, von einer Startkarambolage profitiert und ist auf Platz 6. vor gefahren. Zu diesem Zeitpunkt war ich an 3. Stelle und zugegebenermaßen ziemlich nervös. Ich wollte mir den 4. Platz im Gesamtklassement sichern und da wäre Platz 3. optimal. Leider war ich dadurch übermotiviert und habe Fehler um Fehler gemacht, was zu einer kleinen Premiere geführt hat. Daniel war ein paar Kurven vor mir, hat mir dann aber gleich wieder Platz gemacht. Mein Rhytmus war aber trotzdem komplett weg und ich bin 6. geworden. Daniel ist es ähnlich ergangen - er war in zwei gröberre Kolisionen verwickelt und ist letzlich 9. geworden.

Andreas und ich hatten jeweils einen 4. und einen 5. Platz zu verbuchen, da ich aber in der Absolutzeit vorne war habe ich im Endklassement den 4. Platz belegt, ein sehr großer Erfolg und gleichtzeitig meine beste Platzierung in der Challenge. Daniel hat sich in seinem ersten A-Finale sehr gut geschlagen und hat den 8. Gesamtrang belegt.

Was sonst noch aufgefallen ist:
+ der Xray hat sich als sehr haltbar erwiesen und ein paar hefige Einschläge weg gesteckt
+ viele Leute die beim Auf- und Abbau geholfen haben
+ guter und sehr fairer TK
- ein übermotivierter Fahrer der fast handgreiflich geworden wäre

Unsere Platzierungen:
Daniel Vorlauf: 9 7 10 10   Rennen: 8 8 8   Endrang: 9
Martin Vorlauf: 5 5  5    5   Rennen: 5 4 6   Endrang: 4

Und zuletzt noch unsere Zeiten: Daniel 15,033; Martin 14,828.

In zwei Wochen steht die Challenge in Traiskirchen an, bis dahin

Keep Racing